CDU Varel

 

Individuellen Lebensentwurf leben können und dürfen

Jeder soll möglichst seinen Lebensentwurf im Rahmen unserer Werte und Rechtsordnung so leben können, wie er es für richtig hält. Ohne Bevormundung , ohne Diskriminierung und ohne Besserwisserei. Im Bereich der Familienpolitik und auch in der Bildungspolitik ist dafür die bestmögliche Gewährung von Chancengleichheit, hohe Verfügbarkeit von Kinderbetreuungsplätzen und der Ausschluss von Benachteiligungen beim Zugang zu qualitativ gleichwertigen Bildungseinrichtungen eine grundlegende Voraussetzung.

Gerade für junge Familien ist es wichtig, dass ihnen ein hinreichend großes Angebot an Kinderbetreuungsplätzen zur Verfügung steht. Sei es einmal aus einer finanziellen Notwendigkeit heraus, oder unabhängig davon aus dem Wunsch, neben der Familiengründung, parallel berufliche Ziele weiter verfolgen zu wollen. Der Wunsch nach einem Betreuungsplatz ist unabhängig vom Beweggrund zu akzeptieren und die Stadt Varel hat unserer Ansicht nach den Auftrag, den entsprechenden Bedarf hinreichend in Anzahl und Qualität zu erfüllen.

Wir haben in der Stadt Varel hierzu in den vergangenen Jahren schon viel erreicht. Wir haben in jeden Kindergarten erheblich investiert. Es sind weitere Kindergartenplätze und Krippengruppen in der Halbtags- und Ganztagsbetreuung entstanden. Doch schon jetzt ist absehbar, dass weitere Plätze zur Kinderbetreuung geschaffen werden müssen. Dieser auch finanziellen Herausforderung werden wir uns weiter stellen.

Wir werden uns ergebnisoffen in Zusammenarbeit mit der Verwaltung um einen weiteren geeigneten Standort bemühen, der dauerhaft allen Anforderungen gerecht werden kann und auch finanziell tragfähig ist. Wir hoffen, dass die Landesregierung hier auch ihren Förderungszusagen treu bleibt und weiter die Neuschaffung von Kindergartenplätzen bezuschusst.

Für die Stadt Varel bedeutet die Finanzierung der Kindergarten- und Krippenplätzen schon jetzt eine große Kraftanstrengung. In absehbarer Zeit wird der jährliche Nettoaufwand über 3 Mio. € betragen. Wir stehen zu diesen Aufgaben, allerdings wird auch klar, dass auch hier die Bäume nicht in den Himmel wachsen werden. Es wird daher auch weiterhin notwendig sein, die Eltern – sozial verträglich, aber angemessen – finanziell zu beteiligen.

In den vergangenen Jahren hat es bei uns in der Mehrheitsgruppe erhebliche Anstrengungen gegeben, im Zuge des „Kinderlands Varel“ weitere Verbesserungen in der Kinderbetreuung – hier auch an den Grundschulen – zu verwirklichen. Die Maßnahmen beziehen sich insbesondere auch auf die Ferienzeiten und die Erweiterung der Nachmittagsbetreuung neben den normalen Öffnungszeiten. Wir haben bis heute auf diesem Gebiet deutliche Fortschritte erzielt und können erste Erfolge verzeichnen.

Wir halten auch hier an unseren Zielen fest und hoffen, dass wir hier die örtliche Wirtschaft noch stärker zu einem Engagement auch im eigenen Interesse bewegen können, um das Angebot weiter auszubauen. Von Seiten der Stadt werden die Organisation und die Einrichtungen zur Verfügung gestellt, die gesonderten Personalkosten werden von den Nutzern der Angebote zu tragen sein.

Insgesamt sollen alle Aktivitäten es den jungen Familien erleichtern, allen Anforderungen aus Familie und Beruf bestmöglich gerecht werden zu können. Das städtische Angebot soll Hilfestellung und Unterstützung bieten, aber keinesfalls die Erziehung der Kinder ersetzen.

Eltern bleiben auch künftig für die Erziehung verantwortlich und wir wollen und werden dort nicht reinreden. Deshalb ist es aus unserer Ansicht auch nicht rückständig, in den ersten Jahren auf die Nutzung von Krippenplätzen zu verzichten und sich in den ersten Jahren voll der Kindererziehung bis zum Kindergartenalter zu widmen.

Jeder so wie er will und wie er kann!